Logopädische Diagnostik

Einen wichtigen Grundbaustein für eine normale Sprachentwicklung bei Kindern mit einer Hörschädigung stellt neben einer optimierten Hörgeräteversorgung unter anderem auch eine Sprachdiagnostik dar. So bietet eine frühe Erstdiagnostik im Falle von Auffälligkeiten die Chance einer frühen Intervention, welche eine bessere sprachliche Entwicklung des Kindes ermöglicht.

Im Kleinkindalter umfasst die logopädische Diagnostik neben der Abklärung der sprachlichen (verbalen) und nicht-sprachlichen (nonverbalen – d.h. Kommunikation mittels Gestik, Mimik, etc.) Fähigkeiten auch die Abklärung des Spielverhaltens, da sich dieses Hand in Hand mit der Sprache entwickelt. Sollten sich in den beschriebenen drei Bereichen Defizite zeigen, so kann bereits in diesem Alter eine Therapie eingeleitet werden.
Ab dem Kindergarten- bzw. Schulalter werden die einzelnen sprachlichen Komponenten (wie z. B. Artikulation, Grammatik, Sprachverständnis und Sprachproduktion) anhand von standardisierten Testverfahren ermittelt, um im Falle von Auffälligkeiten einen Therapieplan erstellen zu können.

Im Vordergrund einer frühen logopädischen Diagnostik steht in jedem Fall der Gedanke der Prävention. So kann im Einzelfall auch eine Beratung der Eltern ausreichen, um kleinen sprachlichen Schwächen zu begegnen und somit eine Therapie zu vermeiden.

Logopädische Therapie
In der logopädischen Therapie wird entsprechend den Schwächen des Kindes ein Therapieplan erstellt und vorab mit den Eltern besprochen. Die Inhalte und Ziele werden dabei dem Alter des Kindes entsprechend auf spielerische Weise in einer wöchentlichen Therapieeinheit näher gebracht.
Auch während der laufenden Therapie werden immer wieder die Fortschritte, bestimmte Fragestellungen und weitere Inhalte separat in Elterngesprächen erörtert. Ebenso werden auch weitere Möglichkeiten, das Kind gezielt im Alltag sprachlich zu fördern, besprochen.